Fürbitten für eure Hochzeit

Ohne Fürbitten Hochzeit feiern – in der Kirche fast undenkbar. Hoffnungsvolle, in Gott vertrauende
Worte, gesprochen von den Liebsten Mitmenschen des Brautpaares, all das macht eine Trauung
doch erst perfekt. Ein paar Richtwerte gibt es jedoch, und ihr solltet sie kennen.
Was sind Fürbitten? Wer einmal einem kirchlichen Gottesdienst beigewohnt hat, wird zumindest
schon einmal einige Fürbitten vernommen haben. Seit dem 5. Jahrhundert ist es in christlichen
Krichen Brauch, Fürbitten zu sprechen, für die Armen, Unglücklichen, Kranke, Alte, Verstorbene
oder auch für Paare, die einander das Jawort geben wollen, und ihre zukünftigen Kinder. Die
kirchliche Trauung ist nämlich selbst ein Gottesdienst, und damit tauchen auch hier meist 5 bis 8
Fürbitten auf, meist von guten Freunden oder engen Verwandten des Paares gesprochen.

Tipps und Ideen für gute Hochzeitsfürbitten

Absprachen treffen:

Das Brautpaar gestaltet während der Planungsphase für die Hochzeit auch den Ablauf der Trauung,
gemeinsam mit dem verantwortlichen Pfarrer. Ihr solltet also zusammen überlegen, wie viele
Fürbitten ihr in die Zeremonie mit einbinden möchtet und von wem sie vorgetragen werden sollen.
Da es etliche Fürbitten gibt, solltet ihr euch auch darüber Gedanken machen, ob ihr sie selbst
auswählen wollt oder den Rednern die Wahl der jeweiligen Fürbitte überlasst. Es ist auch möglich,
eigene Fürbitten zu schreiben oder vom Redner schreiben zu lassen. Je mehr Freiraum ihr hierbei
anderen lasst, desto wichtiger wird es sein, genaue Absprachen zu treffen. Schließlich möchtet ihr
bei der Trauung ja nichts doppelt hören.

Eine gute Fürbitte:

Eine gute Fürbitte zu finden ist gar nicht so schwer, und dennoch nicht leicht. Wichtig ist in erster
Linie, dass sie von Herzen kommt. Damit ähnelt sie der Tauf Fürbitte. Dann sollte sie zum Brautpaar passt. Hat zum Beispiel das Paar bereits
Kinder, sollte in einer Fürbitte nicht (nur) von künftigen Kindern gesprochen werden. Auch sollte
bei einem Hochzeitspaar, das bereits viele Jahre zusammen lebt, nicht von einem Kennenlernen
gesprochen werden.
Fast immer gut macht sich dagegen eine kurze Erinnerung an die Verstorbenen, die man zu seinem
großen Tag gern dabei gehabt hätte. Ob Fürbitten für andere Personen hier zielführend sind, müsst
ihr als Paar selbst entscheiden. Schließlich geht es an diesem Tag um euch. Gleichzeitig kann eine
Fürbitte für Leidgeplagte auch ein Zeichen eurer beider Uneigennützigkeit sein, eine Tugend, die
auch einer Ehe nicht schaden kann.
Gut ist eine Fürbitte also immer dann, wenn sie passend ist. Passend zum Paar, zu Situation, zu den
eigenen Wünschen.
Wichtig ist auch, dass die Fürbitten nicht zu lang werden oder redundant. Auch zu viele Fürbitten
können der Zeremonie ihren Zauber nehmen. Eine selbstgeschriebene Fürbitte, die sich an diese
Kriterien hält, aus dem Herzen kommt und gern auch etwas persönlicher ist, stellt ebenfalls eine
wunderschöne Bereicherung für die Trauung dar.
Scheuen Sie sich also nicht, Hochzeitsfürbitten in ihre kirchliche Trauung mit einzubinden. Enge
Verwandte und gute Freunde, die es sich zutrauen, vor anderen zu sprechen, werden sich über diese
vertrauensvolle Aufgabe sicherlich sehr freuen.

Sie gehören einfach dazu

Ob eigene Worte oder bekannte Zeilen, eine Fürbitte macht noch einmal die guten Wünsche
deutlich, die diese Zeremonie prägen. Hoffnung und positives Denken spielen eine zentrale Rolle
bei einer Trauung, denn schließlich sagen zwei Menschen Ja zueinander und meinen damit
bestenfalls: für immer. Wer sich also zur Heirat bereit erklärt, dem wird dieser Besuch kaum sein
Dorn im Auge sein, da er einfach dazu gehört, so wie das Jawort selbst.

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